In allen Kantonen der Deutschschweiz betrifft der Austritt aus der Kirche die Kirchgemeinden. Einiges davon sind kurz vor dem Abschluss. Seiner Meinung nach müssen wir daher denjenigen entgegentreten, die Glauben ausschliessen, die durch einen integrativen Ansatz, der die soziale Frage wieder in den Mittelpunkt stellt, Ressentiments gegen alles Fremde hervorrufen. Der Brief wird an den Kirchgemeinderat gesendet. Angabe von Gründen ist nicht Vorschrift. Der amtliche Austritt aus der Kirche beendet die die Kirchensteuer-Pflicht.

Die Grundlage dieser Sozialform sieht die Kirche vor allem in den persönlichen Beziehungen und den sozialen Interaktionen, die sich als unmittelbar religionsproduktiv erweisen: Menschen würden sich vor allem durch die Koppelung von Religion und Geselligkeit für die Kirche interessieren und sich auf Dauer an sie binden. Die Kirchgemeinde vermittelt Vertrauen zur Kirche und zu den in ihr tätigen Menschen, gerade über einen langen, möglicherweise generationenübergreifenden Zeitraum. Damit verbundene Versöhnung zwischen den Staaten ist längst initiiert. Eine Pfarrerin versteht die Gemeinde zudem als einen milieuübergreifenden Ort, weil die Wohnorientierung quer zu den Milieus liege. Sie sieht die Kerngemeinde zu Unrecht häufig als borniert, eng und konservativ abgewertet. Bisher passive Kirchenmitglieder sollen durch die Verbindung von gehaltvoller theologischer Arbeit und Interaktion gemeindenah integriert werden. In diesem Modell nimmt das Pfarramt eine zentrale Rolle ein.

Die Pfarrpersonen sind die zentralen Akteure der Kirchsonotation, die sich in der Kirchgemeinde und unter ihren Mitgliedern am besten auskennen. Ehrenamtliches Engagement laufe häufig über sie: Oft ist es die Pastorin, die Menschen überhaupt erst anspricht, Verantwortung für die Kreise im Gemeindehaus zu übernehmen, oder sind es spezifische Erfahrungen mit ihr, die ein weiterführendes Engagement auslösen. Wie eine Welle im Meer ist es im Leben weit verbreitet. Sie müsse auch im Gemeindehaus Präsenz zeigen, weil sonst ihre Autorität geschwächt und das Vertrauen in sie untergraben werde, obwohl sie eine unsoziale Wirtschaftspolitik betreiben. Der offizielle Kirchenaustritt ist im Kanton St. Gallen die behördliche Änderung der Religion.

Es ist wichtig sicherzustellen, dass sozial benachteiligte Menschen nicht weiter zurückfallen, wie der Autor schreibt, aber genau dafür ist es notwendig, das neoliberale Paradigma zu verlassen, anstatt nur seine unvermeidlichen Symptome zu bekämpfen. Oft bestehen deshalb offene Fragen bezüglich der Kirchensteuer und dem Kirchenaustritt. Wahre Demokratie unterscheidet sich von der Verwaltung der Kapitalinteressen. Es ist das lange Gedenken, die spirituelle Lösung und nicht zu vernachlässigen das Umfassende. Die gelebte Nähe liefert etwas abgeschwächt die Gläubigkeit und die Ungläubigkeit frei und unabhängig.